Dunkirk Team 3

 20. Jänner 2017 – 29. Jänner 2017

Wir sind wieder in Dunkirk!
Dieses Mal bestand unser Team aus Kathze, Sarah, Camille (aus Deutschland bzw. Frankreich) und Hannah (aus der UK).
Im Camp in Dunkirk lebten zu der Zeit etwa 1300 Personen, nach wie vor in Hütten (ca. 10m²), allerdings hatte es (vor allem wenn die Sonne weg ist) Minusgrade, was das Leben im Camp erschwerte. Viele Menschen fragten nach Jacken, Decken, Schuhen etc. Genau an diesem Punkt konnten wir helfen.
Wir verbrachten Zeit im nahegelegenen SALAM Warehourse, sortierten stundenlang Kleidung und konnte diese dann weiter an die Frauen und Familien geben. Auf diese fokussierten wir uns, da sie die Minderheit im Camp ausmacht. Neben der Kleidung nutzen wir unser Spendengeld sinnvoll und erledigten Einkäufe, um im Anschluss Taschenlampe, Toilettenpapier, Thermoskannen, Windeln etc. zu verteilen. Es gab einen Container, wo wir alle zwei Tage eine Ausgabe veranstalteten, wobei wir natürlich immer nur so viel hergeben konnten, wie wir auch hatten. Deshalb lag es an uns, sich zu überlegen, wofür wir Spendengeld ausgeben möchten und auch können. Was uns dabei persönlich sehr betroffen machte, war die Tatsache, dass Frauen nach Windeln für Erwachsene fragten. Diese würde sie in der Nacht anziehen, weil sie zu große Angst haben, um in der Nacht die Hütte zu verlassen und auf die Toilette zu gehen. Das hat uns wieder einmal deutlich gezeigt, dass die Menschen in diesen Camps nicht in Sicherheit leben können. Wir sehen darin ein großes Problem, vor allem für die Kinder, die in solch einenr Atmosphäre aufwachsen.

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Neben der Basisarbeit verbrachten wir auch viel Zeit im vorübergehenden Women´s Centre (das alte ist leider abgebrannt). Dort konnten sich die Frauen mit ihren Kindern untertags aufhalten und hatten dabei einen sicheren Raum. Die Freiwilligen bemühten sich dabei um das Wohlergehen der Frauen, die oft sehr erschöpft waren, aber auch um deren Kinder. Da ihnen der Zugang zum Schulsystem verwehrt ist, versuchten wir verschiedene Angebote zu setzen. Angefangen mit gemeinsamen Zeichnen, bis hin zum konkreten Englisch Unterricht.

Wir sind davon überzeugt, dass beide Arbeiten wichtig sind! Natürlich müssen zuerst einmal die Grundbedürfnisse befriedigt werden, doch die soziale Unterstützung ist mindestens genauso notwendig. Wie kann man aus dieser Situation keine verlorene Zeit machen? Gerade wenn dieser Zustand schon monatelang andauert, spielt die Beschäftigung eine große Rolle.

Die Arbeit, die wir begonnen haben, konnte dann vom Team 4 übernommen werden. Infos dazu findet ihr hier.

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